Forschung der Arbeitsgruppe "Molekulargenetik oraler Entzündungskrankheiten"

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Forschungsinteressen

Die Mundhöhle unterliegt einem komplexen Zusammenspiel des Immunsystems, des oralen Biofilms und einer Vielzahl von Umweltfaktoren (z.B. Rauchen, Ernährungsgewohnheiten, Stress, etc.). Dabei ist die Zusammensetzung dieser Faktoren ständigen Veränderungen unterworfen.
Um die Mundgesundheit zu erhalten, muss das Immunsystem flexibel auf die kontinuierlichen Veränderungen reagieren.

Genetische Forschung

Die individuelle Anpassungsfähigkeit des Immunsystems wird zum größten Teil von genetischen Faktoren reguliert. Gene codieren u.a. Moleküle, welche in der Anwesenheit von spezifischen Bakterien die Immunreaktion jeweils verstärken, abschwächen oder bspw. Prozesse der Gewebehomöostase oder Wundheilung determinieren. Genetische Forschung kann dabei helfen diese Prozesse besser zu verstehen und die molekularen Faktoren zu identifizieren, welche diese Reaktionen vermitteln. Insbesondere hilft genetische Forschung dabei zu erklären, warum diese Prozesse zwischen verschiedenen Individuen, die innerhalb vergleichbarer Umwelten und Lebensgewohnheiten leben, oftmals stark voneinander abweichen. 
Dadurch ist die systematische Identifikation der genetischen Faktoren, welche Individuen für orale Entzündungserkrankungen besonders empfindlich machen, eine wichtige Voraussetzung die Ursachen und die modifizierenden Faktoren der Krankheitsgenese besser zu verstehen. Dieses verbesserte Verständnis kann dann als Grundlage dienen, Risikogruppen früher zu identifizieren und vorbeugend zu behandeln, bevor sich die Krankheit klinisch manifestiert hat.
Es kann ebenfalls dazu beitragen neue Therapien zu entwickeln, die besser an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst sind.
Aus diesem Grunde verfolgt die im Jahr 2015 gegründete Arbeitsgruppe die folgenden Forschungsthemen.

Finanzierung

Die Forschungsprojekte sind finanziert durch individuelle Forschungsförderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG; SCHA 1536 5-1, SCHA 1536 4-1, SCHA 1536 3-1, RI 2827_1-1) und durch das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF; 01DL15002).
Weitere Unterstützung erhalten wir von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo).