Leistungen auf einen Blick

Aktuelle Therapieoptionen bei Parodontitis und Zahnfleischerkrankungen durch die Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin:

  • Prophylaxe
  • nicht-chirurgische Parodontitistherapie
  • Chirurgische Therapie (regenerativ, resektiv, mukogingival)
  • Therapie der Periimplantitis
  • Unterstützende Parodontitistherapie
  • Lasertherapie

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Behandlungs- und Therapiespektrum

Parodontitisbehandlung

Als Parodontitis wird die Entzündung des Zahnhalteapparates, inklusive des umgebenen Knochens und der Weichgewebe, bezeichnet.

Verschiedene Risikofaktoren wie Rauchen, Fehlernährung, Systemerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) und eine potentielle genetische Prädisposition können den Krankheitsverlauf der Parodontitis erheblich bestimmen.

Umgekehrt kann durch Parodontitis der Verlauf systemischer Erkankungen (z.B. Diabetes mellitus, Herzkreislauferkrankungen, rheumatoide Arthritis) beeinflusst werden.

Häufige Symptome der Parodontitis sind Zahnfleischbluten, Zahnlockerungen, Zahnwanderungen, schlechter Geschmack sowie Mundgeruch (Halitosis).

Werden mehrere oder eines dieser Symptome festgestellt, sollte umgehend eine zahnmedizinische Behandlung erfolgen.

Ablauf bzw. Inhalte der Behandlung

Parodontitis gehört zu den komplexen Entzündungserkrankungen des Menschen. Daher gliedert sich die Therapie in unterschiedliche systematische Phasen (systematische Parodontitistherapie):

  1. Systemische Phase: allgemeinmedizinische Aspekte in Bezug auf Parodontitis, Befunde, synoptische Behandlungsplanung;
  2. Antiinfektiöse Therapiephase: Mundhygienetraining, professionelle Zahnreingung, nicht-chirurgische Entfernung harter und weicher Beläge von Wurzeloberflächen (nicht-chirurgische Parodontitistherapie), ggf. Antibiotikatherapie;
  3. Chirurgische Therapiephase: ggf. resektive, regenerative sowie mukogingivalchirurgische Eingriffe;
  4. Phase der unterstützenden Parodontitistherapie: Nachsorge zur Vermeidung der Reinfektion und Aufrecherhaltung des parodontologischen Behandlungsergebnisses, definitive Planung und Durchführung weiterer zahnmedizischer Versorgungen.


Im Rahmen der dargestellten Therapiephasen werden wissenschaftlich bewiesene Behandlungskonzepte sowie modernste Instrumente und Materialien angewandt.

Prophylaxe und antiinfektiöse Therapie

Erkrankungen des Zahnhaltapparates wie Gingivitis und Parodontitis sowie der periimplantären Gewebe kann vorgebeugt werden. Die regelmäßige professionelle mechanische Entfernung von Zahnstein und Plaque (professionelle Zahnreinigung) ist der Schlüssel einer guten Prävention. Darüber hinaus können regelmäßige Termine zur Prophylaxe dazu beitragen, andere zahnbezogene Erkrankungen sowie Erkrankungen der Mundhöhle frühzeitig zu identifizieren (Kariesprävention, Tumorvorsorge).

Die professionelle mechanische Zahnstein- und Plaqueentfernung (Biofilmmanagement) ist ebenfalls Teil des therapeutischen Konzepts der Parodontitis. Unter bestimmten Voraussetzungen wie z.B. Zahnengstand, Zahnlockerungen, bei Rekonstruktionen und im Lückengebiß kann eine optimale Mundhygiene oftmals nicht erzielt werden. Daher wird im Sinne eines Mundhygienetrainings die individuell erforderliche Pflegetechnik sowie die dafür erforderlichen Mundhygienehilfsmittel identifiziert. Zusätzlich wird eine Ernährungsberatung angebotenn.

Eine optimale häusliche Mundhygiene ist die Voraussetzung für sämtliche weitere Therapieschritte und ein langfristig stabiles Behandlungsergebnis.

Parodontalchirurgie

Diese Phase der Parodontitisherapie ist nicht in jedem Fall erforderlich. Chirurgische Interventionen sind in der Regel nur bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf zur Sicherstellung eines langfristigen Behandlungserfolges erforderlich.

Grundsätzlich können chirurgische Maßnahmen helfen,

  • tiefe parodontalen Taschen und das erkrankte Gewebe zu reduzieren bzw. zu entfernen (resektive Therapie),
  • den Wiederaufbau parodontaler Gewebe zu unterstützen (regenerative Therapie mit Hilfe von Schmelz-Matrix-Proteinen, Membranen und Knochenersatzmaterialien),
  • eine funktionelle sowie ästhetische Rekonstruktion der Weichgewebe zu erzielen (Mukogingivalchirurgie: u.a. Rezessionsdeckung, Weichgewebsaugementation, Lippenbandkorrektur) und
  • Periimplantitis zu therapieren.


Gerne informieren wir Sie über die Details des chirurgischen Spektrums im Rahmen unserer Spezialsprechstunde für Parodontitis und Periimplantitis.

Mukositis- und Periimplantitisbehandlung

Mukositis und Periimplantitis sind Entzündungserkrankungen um Implantate. Während die Mukositis eine Entzündung der periimplantären Weichgewebe darstellt, handelt es sich bei der Periimplantitis um die fortgeschrittene Erkrankungsform, bei der periimplantäres Weichgewebe und Knochen entzündlich verändert bzw. abgebaut werden.

Die Systematik der Mukositis- bzw. Periimplantitistherapie entspricht der Parodontitistherapie.  Mit speziell für die Implantatoberflächen geeigneten Instrumenten erfolgt die Entfernung harter und weicher Auflagerungen (Zahnstein und Plaque). Bei der fortgeschrittenen Erkrankungsform, der Periimplantitis, kann es erforderlich sein, eine chirurgische Therapie anzuschließen.

Gerne informieren wir Sie über die Details der Periimplantitistherapie im Rahmen unserer Spezialsprechstunde für Parodontitis und Periimplantitis.

Unterstützende Parodontitistherapie

Die Unterstützende Parodontitistherapie (UPT) entspricht einer strukturierten Nachsorge im Anschluss einer Parodontitistherapie und dient der Aufrechterhaltung eines langfristig stabilen Behandlungsergebnisses.
Die Termine für die UPT orientieren sich nach einem individuell ermittelten Risikoprofil. Die Häufigkeit der Nachsorge (UPT) kann entsprechend zwischen einem bis zu vier Terminen pro Jahr variieren.
Inhalte der UPT:
a)    Anamnese,
b)    Befundaufnahme (zahnmedizinisch und parodontologisch),
c)    Mundhygienetraining (Mundhygieneinstruktion und -remotivation)
d)    Professionelle mechanische Zahnstein- und Plaqueentfernung von Zahn- und Wurzeloberflächen (Biofilmmanagement)
e)    Individuelle Risikoermittlung und Terminierung der nächsten UPT-Sitzung

Im Rahmen der UPT werden Sie, zusätzlich zu den Zahnärztinnen und Zahnärzten der Abteilung, gerne von unseren Dentalhygienikerinnen betreut.

Lasertherapie

Die Anwendung von Lasern in der Parodontologie im Rahmen des Biofilmmanagements erfolgt seit vielen Jahren. In der Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin der CharitéUniversitätsmedizin Berlin werden zahnmedizinische Lasersysteme besonders im Rahmen klinischer Studien und grundlagenwissenschaftlicher Experimente untersucht.
Weitere Informationen erhalten Sie im Rahmen unserer Sprechstunde für Parodontitis und Periimplantitis.